Hauptbahnhof
Mareike Dittmer       Donnerstag,25.01.2018 | 13:10 Uhr

HauptbahnhofInterview

Ein Blick hinter die Kulissen

Dieser Beitrag ist als Prüfungsleistung im Wahlmodul "Frankfurter Buchmesse" entstanden. Als Teil der Prüfung im Wintersemester 2017/18 wurde er weder redaktionell bearbeitet noch redigiert. Er ist eine rein studentische, eigenständig erstellte Leistung.

 
 

Ein Blick hinter die Kulissen

Ines Bachor, PR-Managerin der Frankfurter Buchmesse, hat uns einen intensiven Einblick in ihren Berufsalltag gewährt. Wie sie zu dieser Position gelangt ist und was genau zu ihren Aufgaben gehört, verrät sie im Interview mit der Linie 11 auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt.


Frau Bachor, können Sie uns ein wenig mehr über Ihren beruflichen Werdegang erzählen?


Zunächst habe ich VWL und Englische Literaturwissenschaften studiert. Nach verschiedenen Praktika in ganz unterschiedlichen Branchen habe ich dann mit dem Volontariat bei der Frankfurter Buchmesse begonnen. Nun bin ich hier als PR-Managerin tätig.


Was gehört zu den typischen Aufgaben in Ihrem Berufsalltag?


Die Organisation von Veranstaltungen im Pressezentrum nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Konferenzen und Fortbildungen im In- und Ausland müssen in enger Abstimmung mit unseren Auslandbüros geplant werden. Hierzu gehören zum Beispiel Summer Schools oder auch Auftritte auf internationalen Buchmessen. Der Austausch innerhalb der Branche ist grundsätzlich sehr wichtig. Social Media spielt ebenfalls eine große Rolle und natürlich auch das Schreiben von Pressemitteilungen.


Die Frankfurter Buchmesse selbst findet einmal im Jahr statt. Womit sind Sie in den restlichen Monaten beschäftigt?


Die Planung und Vorbereitung der Messe gliedert sich im Prinzip in drei Phasen. In der ersten Phase müssen Medienpartner für die verschiedenen Formate gewonnen und Kooperationen ausgearbeitet werden. Der Austausch zwischen den verschiedenen Abteilungen ist hier ebenfalls sehr wichtig. Weiterhin werden internationale Themen festgelegt, die auf der Messe behandelt werden sollen. In der zweiten Phase rückt die Vorbereitung und Erstellung der Pressemappe in den Vordergrund. An dieser Stelle wird deutlich, welche Inhalte und Themen konkret im Fokus der Messe stehen werden. Kurz vor der Messe nimmt die Anzahl an Pressemitteilungen dann nochmal deutlich zu, damit alle Highlights auch entsprechend kommuniziert werden können. Während der Messe ist die Betreuung von den Journalisten maßgeblich und sämtliche Abläufe müssen sorgfältig organisiert werden. Sobald die Messe vorbei ist, können im Prinzip die Früchte der Arbeit geerntet werden. Hier wird ausgewertet, welche Medien erreicht worden sind und welche Themen im Fokus der Berichterstattung stehen. An dieser Stelle wird dann auch deutlich, ob die vorher erarbeitete Kommunikationsstrategie auch wie geplant von den Medien aufgegriffen worden ist.


Was würden Sie als die größte Herausforderung in Ihrem Job beschreiben?


Die Aufgaben als PR-Managerin sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Da ist häufig Multitasking gefragt. Man kommt mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen in Berührung, die wiederum diverse Anliegen verfolgen. Das erfordert sehr viel Recherchearbeit und eine erfolgreiche Kommunikation sowohl intern als auch extern. Durch die Internationalität in der Branche und den regen Austausch mit anderen Ländern muss man sehr schnell zwischen Deutsch und Englisch umschalten können.


Haben Sie abschließend noch Tipps, wie man seine beruflichen Ziele verwirklichen kann?


Generell sollte man für sich selbst herauszufinden, welche Themen einen schwerpunktmäßig interessieren und worin die eigenen Stärken liegen. Für mich war zum Beispiel ein internationaler Bezug sehr wichtig, bei dem ich Englisch sprechen und anwenden kann. Zusätzlich arbeite ich sehr gern mit Texten und habe großes Interesse an Literatur. Daher auch die Wahl meines Studienganges. Die Buchmesse als Arbeitgeber greift nun genau diese beiden Themen auf. Es ist sehr sinnvoll, aus den bestehenden Interessen einen gemeinsamen Nenner herauszubilden und daraus dann den idealen Job abzuleiten. Der Arbeitgeber muss einfach grundsätzlich gut zu einem passen, damit man sich wohlfühlt.


Es ist also in Ordnung, verschiedene Dinge auszuprobieren um festzustellen, was wirklich zu einem passt?


Umwege können häufig auch zum Ziel führen und natürlich kann auch ein Quereinstieg eine Option sein. Praktika oder eben auch ein Volontariat helfen einem sehr dabei herauszufinden, was wirklich zu einem passt. Oftmals kann man darüber auch sehr interessante Kontakte knüpfen. Außerdem scheinen häufig viele Bereiche sehr spannend und reizvoll. Wer sich für verschiedene Dinge begeistert, kann auf diese Weise herausfiltern, was am besten zu ihm passt.

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